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DIY Fotohintergründe selber machen: 5 einfache & kostengünstige Tipps

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Du möchtest deine Fotos ansprechender und einheitlicher gestalten?


In diesem Blogartikel zeige ich dir ein paar meiner Fotohintergründe und gebe dir Tipps, wie du deine Fotohintergründe selber machen und gestalten kannst.
Du wirst verschiedene Materialien und Techniken kennenlernen.
Ich werde dir aber auch verraten, was ich lange Zeit “falsch” gemacht habe und warum es sich lohnt, seine Fotohintergründe selbst zu gestalten.


Wenn man sich die Anfänge meines Instagram-Kanals anschaut, wirkt alles etwas durcheinander. Dies liegt daran, dass ich keinen einheitlichen Hintergrund hatte. Ich habe zwar versucht darauf zu achten, dass die Farben der Hintergründe zumindest “reihenweise” zusammenpassen, aber so richtig gelungen ist mir das nicht. Mittlerweile benutze ich meist einheitliche Hintergründe. Die meisten Fotohintergründe gestalte ich selbst. Wer jetzt denkt, dass man dafür viele Materialien und Stauraum braucht, liegt falsch.


Warum sind einheitliche Fotohintergründe wichtig?

Ganz einfach: Der erste Blick zählt. Klingt oberflächlich, ist aber so. Wenn du einheitliche Fotohintergründe verwendest, wirkt dein Feed oder deine Seite direkt ansprechender und die potentiellen Leser bzw. Follower wollen mehr sehen. Wirkt ein Feed hingegen chaotisch und zusammengewürfelt, ist das Auge schnell überfordert und man verlässt die Seite wieder. Das mag natürlich nicht auf alle Nutzer zutreffen, aber nicht umsonst sind Seiten mit einheitlichen Bildern erfolgreicher. Da hilft manchmal leider auch die beste Idee nicht. Das Aussehen der Fotos spielt fast immer eine wichtige Rolle.

Anfangs dachte ich, dass es schon alles irgendwie zusammenpassen würde. Aber so einfach war es dann doch nicht. Schnell war ich unzufrieden. Die einzelnen Fotos waren qualitativ zwar in Ordnung, aber das Gesamtbild gefiel mir nicht. Also versuchte ich durch gleiche Fotohintergründe Ruhe in meinen Feed zu bringen. Dies gelang mir zeitweise. Aber auch hier habe ich auf zu viele unterschiedliche Hintergründe gesetzt, welche immer nur zeitweise zu meinen Ideen passten. Ich nutzte einen Fotohintergrund meist ein paar Wochen und danach wieder einen neuen. Mein Feed war dadurch kurzzeitig einheitlich, aber wenn man weiter scrollte, tauchten immer mehr verschiedene Hintergründe auf, die an sich nicht zusammenpassten.

Mittlerweile habe ich ein paar Fotohintergründe, die alle zusammenpassen. Die meisten sind grau und weiß. Aktuell habe ich einen Hintergrund, der hellrosa ist. Die Hintergründe harmonieren einfach und ich könnte sicherlich noch den ein oder anderen hinzunehmen bzw. austauschen, um eine leichte Abwechslung reinzubringen. Aber auch hier müsste ich wieder darauf achten, dass der Unterschied nicht zu groß ist. Ich habe mich für helle Hintergründe entschieden, die auch mit der Gestaltung unserer Wohnung übereinstimmen. Eine knallige Farbe würde also nicht dazu passen. Was aber nicht heißen soll, dass ein Feed nur einheitlich gestaltet ist, wenn man gleiche Farben nutzt. Ein Feed kann auch einheitlich aussehen, wenn man viele knallige Farben kombiniert. Hier muss jeder seinen eigenen Stil finden.

Und da sind wir direkt bei einem weiteren wichtigen Punkt. Wenn du einheitliche Fotohintergründe nutzt, dann werden deine Follower deine Bilder schnell zwischen all den anderen tollen Ideen wiedererkennen. Denn nicht nur die Ideen an sich, sondern auch die Hintergründe spielen eine wichtige Rolle beim Wiedererkennungswert. Wenn du es bis jetzt noch nicht getan hast, solltest du dir Gedanken zu deiner Corporate Identity (CI) machen und deine Hauptfarben festlegen. Was genau eine Corporate Identity ist, erfährst du bei Filiz Odenthal.

Oben siehst du zwei Bilder aus unterschiedlichen Jahren. Auf dem ersten Foto habe ich mit Fotohintergründen gearbeitet. Auf dem zweiten habe ich unseren Esstisch fotografiert. Obwohl es komplett unterschiedliche Situationen sind, passen beide Bilder zusammen. Je nachdem was und wo du fotografieren möchtest, solltest du überlegen, ob deine Einrichtungsfarben zu deinen Fotohintergründen passen sollten.


Fotohintergründe selber machen – Muss das wirklich sein?

Nein, muss nicht. Warum es dennoch sinnvoll ist, verrate ich dir gerne! Das tolle an selbst gemalten Hintergründen ist, dass du die Farben wirklich zu 100% passend anmischen kannst. Bei fertigen Hintergründen kann es sein, dass du kleinere Abstriche machen musst. Und wenn dir dein selbst gestalteter Hintergrund nicht mehr gefällt, kannst du (je nachdem mit welchen Materialien du gearbeitet hast) den Hintergrund einfach neu gestalten. Außerdem hebst du dich aus der Masse hervor, wenn du deine eigenen Fotohintergründe nutzt. Denn niemand anders wird genau die gleichen Fotohintergründe selber machen und gestalten. Und du sparst meist Geld, wenn du keine Fotohintergründe kaufst, sondern diese selbst gestaltest.


Materialien für das Gestalten einfacher Fotohintergründe

Tapetenproben als Fotohintergrund

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DIY Blumentopf vor einem dezentem DIY-Fotohintergrund | Tinkerhome

Tapetenproben eignen sich wunderbar als Fotohintergrund. Es gibt nicht nur viele schöne Varianten, sie sind auch meist umsonst. Anfangs habe ich nur die Tapetenbahnen an sich genutzt. Dies geht z.B. bei Flatlays sehr gut oder wenn man den Hinter- und den Untergrund gleich haben möchte. Dies kann z.B. für Produktfotos angewandt werden.

Oder man tapeziert die Tapetenproben z.B. auf ein Stück Holz. Dann kann man zwei verschiedene Tapeten miteinander kombinieren und das Bild erhält eine Räumlichkeit. Dies ist die Variante, die ich mittlerweile bevorzuge. Ich mag das Räumliche auf Fotos sehr. In meinem Feed kombiniere ich diese Variante fast ausschließlich mit Flatlays. Damit das Ganze einheitlich aussieht, nutze ich sowohl bei räumlichen Fotos, als auch bei Flatlays, immer wieder die gleichen Hintergründe.

Kurzer Exkurs: Was sind Flatlays?
Flatlays sind Fotos, die von oben, also parallel zum liegenden Fotohintergrund gemacht werden. Dafür werden schöne Dinge flach auf dem Fotohintergrund platziert. Dies sieht übrigens oft einfacher aus als es ist. Gerade das “zufällige” Positionieren von Dingen erfordert einiges an Übung.

Du siehst also, dass du sogar ohne Kosten tolle Fotohintergründe selber machen kannst. Wenn du dir bzgl. der Tapetenauswahl noch nicht sicher bist, empfehle ich dir die Tapeten nicht direkt auf Holz zu befestigen, sondern erstmal Probefotos zu machen. So kannst du später schauen, ob die Tapeten wirklich miteinander harmonieren und ob sie, deinen Stil wirklich treffen.


Keilrahmen als Fotohintergründe gestalten

DIY Fotohintergrund mit Acrylfarbe gestalten | Tinkerhome - Einfache DIYs für Zuhause
DIY Fotohintergrund mit Acrylfarbe gestalten | Tinkerhome - Einfache DIYs für Zuhause

Du kannst ganz einfach mit verschiedenen Acrylfarben, Pinsel, Malerkrepp und Spatel ausgefallene Fotohintergründe selber machen. Du kannst die Farbe auftupfen, mit einem Pinsel oder mit einer kleinen Malerrolle arbeiten. Hier gibt es sehr viele Möglichkeiten. Du kannst deiner Kreativität freien Lauf lassen. Bei dem rosafarbenen Hintergrund (siehe rechtes Bild) habe ich mit einer kleinen Malerrolle gearbeitet. Dadurch habe ich eine gleichmäßige Ebene erschaffen. Ich habe allerdings einen leichten Farbverlauf eingearbeitet, damit mir der Fotohintergrund viele verschiedene Möglichkeiten bietet. Bei dem linken Fotohintergrund habe ich zuerst die komplette Leinwand weiß grundiert. Danach habe ich diagonal Malerkrepp aufgeklebt und auf die eine Farbe habe ich silberne und glitzernde Farbe mit einem kleinen Haushaltsschwamm aufgetupft.

Wenn du allerdings vorhast viele Flatlays zu fotografieren, solltest du bedenken, dass eine Leinwand elastisch ist und sie somit nicht für schwere Gegenstände geeignet ist. Anstatt einer Leinwand kannst du bspw. eine Holzplatte weiß grundieren und dann farblich gestalten.


Pappe als Fotohintergrund

Pappe als Fotohintergrund nutzen | Tinkerhome - Einfache DIYs für Zuhause
Fotohintergründe selber machen :Pappe als Fotohintergrund nutzen | Tinkerhome
Pappe als Fotohintergrund nutzen

Auch einfache Pappe eignet sich als Fotohintergrund. Du kannst bunte Pappe benutzen oder, so wie ich, weiße Pappe. Ich verschönere die weiße Pappe gerne mit Wasserfarben. Am einfachsten sind kleine Farbkleckse. Dafür brauchst du nur Wasserfarben und einen Pinsel. Wenn dir Punkte zu wenig sind, kannst du die Pappe auch mit Wasserfarben bemalen. Hier solltest du jedoch darauf achten, dass die Pappe nicht zu nass wird, denn dann wellt sie sich stark und es entstehen unschöne Schatten auf den Bildern.

Natürlich kannst du dir auch einfach verschiedene Pappen kaufen und diese einfach nutzen, ohne diese zu bearbeiten. Ich persönlich nutze allerdings lieber weiße Pappe und verschönre diese, um zu 100% passende Farben zu haben.


Beton als Fotohintergrund

Für diesen Fotohintergrund habe ich einfach eine normale Leinwand genommen und Zementmörtel aus dem Baumarkt. Den Zementmörtel habe ich mit mehr Wasser als auf der Verpackung angegeben angemischt und mit einem kleinen Spatel und einem Pinsel aufgetragen. Dies habe ich in mehreren Schichten gemacht und teilweise etwas graue Acrylfarbe darunter gemischt, um die Lücken aufzufüllen. So habe ich meine eigene “Betonwand” gestaltet.

Wie du siehst müssen es nicht immer die klassischen Materialien sein. Du kannst deiner Kreativität hier freien Lauf lassen und die verschiedensten Materialien nutzen. Ich empfehle dir, neue Materialien erstmal in einer kleinen Ecke oder auf einem Testuntergrund auszuprobieren. So kannst du (nach dem Trocknen) schauen, ob das Ergebnis so ist, wie du es dir vorgestellt hast.


Geschenkpapier als Fotohintergrund

Geschenkpapier als Fotohintergrund nutzen | Tinkerhome - Einfache DIYs für Zuhause
Geschenkpapier als Fotohintergrund nutzen | Tinkerhome - Einfache DIYs für Zuhause

Bei Geschenkpapier kannst du ein Muster deiner Wahl auswählen. Bedenke bei der Auswahl jedoch, was du fotografieren möchtest. Je nach Motiv sollte das Geschenkpapier nicht zu bunt oder unruhig sein. Achte darauf, dass die Farben von Geschenkpapier und Fotomotiv harmonieren. Außerdem sollte das Geschenkpapier nicht zu sehr glänzen. Dies sorgt für Spiegelungen im Foto. Du solltest auch aufpassen, dass das Geschenkpapier beim Lagern oder bei den Fotovorbereitungen nicht knickt. Denn auch das gibt später unschöne Effekte auf den Bildern.

Aktuell nutze ich diese Methode tatsächlich nicht mehr. Ich nutze jedoch immer mal wieder kleine Geschenkpapierstücke, um auf Flatlays verschiedene Ebenen zu schaffen.


Es ist übrigens überhaupt nicht schlimm, wenn du deinen Stil nicht sofort findest. Auch ich habe ca. zwei Jahre gebraucht, bis ich meine aktuelle Lösung entwickelt habe. In diesen zwei Jahren habe ich viel gelernt und ausprobiert. Aber eines taucht in meinem Feed immer wieder auf: helle Hintergründe (teilweise würden ein paar alte Fotos farblich tatsächlich 1:1 in meinen aktuellen Feed passen)!

Aber trotzdem habe ich hin und wieder auf dunklere Hintergründe ausprobiert. Warum? Weil die auch toll aussehen und ich es einfach nicht sein lassen konnte. Ich habe hier tatsächlich auch tolle selbstgemachte dunkle Hintergründe stehen, die ich nie genutzt habe. Aber es hat mich einfach gereizt, diese zu erstellen, da es auf Fotos echt toll aussieht. Gepasst hat das zu mir und meinem Stil leider nie. Dies zu erkennen ist eben ein Prozess. Aktuell bin ich wirklich glücklich mit meinen Hintergründen. Ich kann mir zwar vorstellen eine weitere dezente Farbe hinzuzunehmen, aber vorerst werden meine Farben wohl weiß, grau und hellrosa bleiben.

Ich hoffe, dass ich dir mit meinen Tipps und Ideen helfen konnte und du nun deine eigenen Fotohintergründe selber machen und gestalten kannst! Ich wünsche dir viel Spaß dabei 🙂


Weitere Tipps für schöne Fotos

Schnell und kostengünstig kannst du Fotohintergründe selber machen, aber es gibt natürlich auch die Möglichkeit, Fotohintergründe zu kaufen. Bisher habe ich dies aber noch nicht gemacht. Dafür habe ich zu viele eigene Ideen. So ganz um ein paar Kosten kommt man für schöne Fotos wohl nicht herum. Aber auch hier gilt: es muss nicht alles von Anfang an perfekt bzw. vorhanden sein. Auch ich habe lange überlegt und abgewägt, was ich wirklich brauche und mich vorher umfassend informiert.


Reflektor & Diffusor*

Ich gebe zu, dass ich selber bis vor kurzem ohne einen Reflektor und auch ohne einen Diffusor gearbeitet habe. Ein Fehler, wie ich schnell gemerkt habe, als ich dann mal ein paar Euro (es war wirklich nicht viel) ausgegeben habe. Man kann das Licht auf den Fotos damit wirklich einfach beeinflussen und Schatten reduzieren. Für mich hat es sich wirklich gelohnt, dass ich ein Set gekauft habe, in dem u.a. Reflektor & Diffusor enthalten sind.


Stativ (mit Auslegearm)*

Vor ein paar Monaten habe ich mir ein “richtiges” Stativ angeschafft. Vorher habe ich ab und zu mit einem kleinen Stativ gearbeitet. Aber das habe ich eigentlich eher zum Drehen von Videos verwendet. Mein neues Stativ nutze ich sehr oft. Es ist einfach so angenehm, wenn man die Kamera fest auf einem Stativ hat und die zu fotografierenden Objekte immer mal wieder leicht verschieben kann, ohne später wieder den richtigen Bildausschnitt finden zu müssen. Die Komposition des Fotos kann man so viel einfacher und vor allem genauer gestalten. Vor allem bei Flatlay ist dies super hilfreich, da mein Stativ auch einen Auslegearm hat, sodass ich parallel zum Fotoset fotografieren kann.


Fernauslöser*

In Kombination mit einem Stativ ist ein Fernauslöser wirklich eine super Sache, denn jede Berührung der Kamera verursacht eine kleine Bewegung dieser. Vor allem bei einer Langzeitbelichtung kann dies zu Verwacklungen führen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man den Reflektor mit der Hand bewegen kann, bis man die optimale Ausrichtung gefunden hat und dann bequem mit der anderen Hand den Fernauslöser drücken kann. Aber auch für “Selfies” ist ein Fernauslöser super.


Wasserwaage für die Kamera*

Eine Wasserwaage für die Kamera kann ich auch sehr empfehlen. Diese steckt man in den Blitzschuh der Kamera. Dadurch kann man leicht prüfen, ob die Kamera gerade ausgerichtet ist und muss dies später nicht manuell am PC machen. Das erspart einem viel Arbeit und Ärger im Nachhinein. Denn wenn man das Bild am PC neu ausrichten muss, verschieben sich auch die Objekte an den Bildrändern und geraten so möglicherweise sogar komplett aus dem Bild und die vorher mühevoll ausgerichtete Bildkomposition ist hin.


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